Ein neuer Weg

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Das Tal des Rio Guadalfeo

Heute ist es bedeckt und das bekommt meiner versengelten Nase natürlich gut, denn sonst hätte ich diese Wanderung noch nicht machen können. Mir war der Weg auf der letzten Wanderung zur Sierra Lujar aufgefallen und ich konnte ihn auch auf Google Maps fast komplett verfolgen. Ich biege also wieder von der Straße bei Los Tablones auf den Wanderweg zur Mine ab und folge ihm auf der Brandschneise bis hinter der alten Seilbahntrasse. Dort biegt der Weg gen Osten ab. Er ist prima zu laufen und ich kann die vielen großen Salbei- und Rosmarinbüsche genießen.

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Salbei

Ein eindrucksvoller Blick tut sich in ein Tal links vor mir auf und nach einer ebenen Strecke geht es schließlich steil Bergab bis zum Talgrund.

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Der Weg führt steil in das Tal herab
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Es wird immer enger hier unten

Steil ragen die Felswände nach oben und der Boden ist von Schotterfeldern bedeckt, über die ich aber gut laufen kann, der Schotter liegt richtig fest.

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Auf dem Schotterfeld ist der Weg nicht leicht zu finden, denn Markierungen gibt es hier nicht

Das Tal ist alleine schon einen Ausflug wert, die vielen Höhlen dich gesehen habe regen meine Phantasie für einen weiteren Besuch an.

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Viele Höhlen habe ich gesehen

Ich will ja aber weiter weil mich der Verlauf des Wanderweges interessiert. Der Weg geht nicht ganz so steil bergan und ich genieße immer wieder den Blick in das Tal und die Aussicht zwischen den Bergen hindurch.

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Ein letzter Blick in die Schlucht
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Die Sierra Nevada in der Ferne

Sehr schön kann ich den Weg der vor mir liegt sehen und auch den der auf der anderen Seite des Tals den ich herunter gekommen bin.

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Der Weg aus dem Tal heraus
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Der Weg in das Tal

Der Weg ist fast auf der ganzen Länge von Wildschweinen aufgewühlt die hier irgend etwas fressbares suchen. Es ist wirklich erstaunlich welch eine Kraft diese Tiere haben und ich bin froh das ich sie tagsüber nicht zu Gesicht bekomme. Ich frag mich wo die Tiere jetzt wohl sein mögen.

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Das Werk der Wildschweine
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Die Wildschweine haben ganze Arbeit geleistet, immer konsequent den Wanderweg entlang

Unterhalb von mir liegt jetzt genau Los Tablones das ich sehr schön an dem großen Hubscharauberlandeplatz erkennen kann. Dieser Platz gehört der Forstverwaltung und wird hauptsächlich zur Brandbekämpfung eingesetzt. Links im Bild ist Orgiva und im Hintergund die Schneegipfel der Sierra Nevada.

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Los Tablones, Orgiva und der Rio Guadalfeo

Ein Stückchen weiter und höher wird schließlich der Blick auf den Rio Guadalfeo und Los Cigarrones frei gegeben.

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Das Tal des Rio Guadalfeo bei Los Cigarrones

Bald führt mein Weg nicht mehr bergan sondern läuft schnurgerade in einer Brandschneise in Richtung Straße zur Sierra Lujar, genau so wie ich es vermutet habe.
Die Brandschneisen scheinen alle neu gerodet worden zu sein und ein Meer von Blumen schimmert über die Flächen. Ich kenne die Blumen nicht, es scheint aber eine Art Lilien zu sein.

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Wundervolle Blüten, dort wo man sie nicht erwartet
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Die Lilien und Orgiva im Hintergrund
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Traumhafte Farben….
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leuchten in der Sonne
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Die Früchte laden zum probieren ein, aber das lasse ich mal lieber!

Ich erreiche die Straße die ich jetzt leider entlang laufen muss. Von hier aus kann ich sehr schön nach Los Cigarrones zu den Hippies herunter schauen. Hier unten im Tal hat bis 2009 das „Festival Dragon“ stattgefunden. Es wurde schließlich unterbunden und findet jetzt in Santa Fe bei Granada statt. Mit über 10.000 Menschen passte die Veranstaltung wohl auch nicht mehr in das Tal und zu den angrenzenden Gemeinden. Jedenfalls sind die Anwohner, die das Festival ursrünglich einmal inszeniert hatten, froh da drüber, tja sie werden auch älter und genießen die Ruhe der Alpujarras.

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Hippies bei Los Cigarrones